gewaltfrei grün e.V. - Stimme des aktiven grünen Pazifismus
Wie arbeiten wir?

4. Jahrestag Ukrainekrieg
Friedensglobus auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew.
Foto: Matt Shalvatis, IPPNW
24. Februar 2026
Heute ist ein Tag der Trauer.
Viel zuviel Gewalt ist schon geschehen, seit Russland vor 4 Jahren mit der Vollinvasion in die Ukraine begonnen hat.
Es braucht nun einen Strategiewechsel seitens der EU.
Wir als Vorstand von gewaltfrei grün e. V. haben uns daher entschieden, uns der PM der IPPNW anzuschließen.
https://www.ippnw.de/presse/artikel/de/4-jahrestag-ukrainekrieg.html
Bundesregierung soll Friedensverhandlungen konstruktiv begleiten

Yuri Sheliazhenko, Kriegsdienstverweigerer und Menschenrechtsverteidigen unter unmittelbarer Bedrohung
gewaltfrei grün e.V. schließt sich als unterstützende Organisation der Pressemitteilung zum Fall Yurii Sheliazhenko an.

Abrüstung JETZT!
Warum es keine vertretbare Alternative hierzu gibt.
“Das Bild einer Großstadtsilhouette, linke Hälfte intakt in grüner Landschaft, rechte Hälfte zerstörte Gebäude, Brand, Rauchentwicklung”, © Karl-W. Koch, erstellt mit Firefly/Adobe
Autorenpapier von Karl W. Koch, Klaus Moegling und Bernhard Trautvetter (17.1.2026)
Die Forderung nach einer international abgestimmten Abrüstung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch. Jedoch zeigt der Beitrag, dass es keine Alternative hierzu gibt. Entweder die Staaten und die globalen Institutionen entscheiden sich, das militärische Eskalationspotenzial in gemeinsamer Anstrengung zurückzufahren, oder wir gehen in eine negative, disruptive Zukunft. Doch was kann die Mächtigen und Herrschenden motivieren, sich in ihrem Expansionsdrang einzuschränken und den Aufrüstungskurs und das militante und aggressive Vorgehen zu beenden?
Erstunterzeichner*innen
Prof. Karl Hans Bläsius, Dr. Theo Ziegler, Christoph von Lieven, Dr. Elke Koller, Nicole Lauterwald (gewaltfrei-grün), Simon Lissner, Thomas Schmidt, Klemens Griesehop

Stellungnahme zum völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Venezuela
„Alle Mitglieder enthalten sich in ihren internationalen Beziehungen der Drohung mit Gewalt oder der Gewaltanwendung, die gegen die territoriale Unversehrtheit irgendeines Staates gerichtet oder sonst mit den Zielen den Vereinten Nationen unvereinbar ist.“ UN-Charta, Art. 2.4.
Die USA haben am 3. Januar 2026 um 2.00 Uhr Ortszeit die venezolanische Hauptstadt Caracas angegriffen und den Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau außer Landes gebracht. Maduro soll in den USA vor Gericht gestellt werden. Dabei kamen nicht nur Soldaten, sondern auch zahlreiche Zivilist:innen ums Leben.
Der Vorstand von gewaltfrei grün e. V. ist über dieses Geschehen entsetzt und verurteilt dieses Vorgehen der US-Regierung ausdrücklich, die mit diesem Verstoß gegen Artikel 2 der UN-Charta massiv das internationale Völkerrecht verletzt.
Im öffentlichen Engagement unseres Vereins setzen wir uns von ganzem Herzen für die Deeskalation von Konflikten, die Berücksichtigung von Bedrohungswahrnehmungen aller Beteiligter und ein internationales Gewaltmonopol ein.
Die Aushebelung des Völkerrechts durch das Recht des Stärkeren bzw. durch die sich anbahnende Schaffung dreier Sphären/Interessensgebiete – der USA, Chinas und Russlands – kann keine gesunde Entwicklung für unsere Welt sein.
Wir dürfen als europäische Staatengemeinschaft nicht widerstandslos zusehen, wenn Donald Trump einen missliebigen Diktator absetzt und im gleichen Atemzug von weiteren Zielen, wie Kuba, Kolumbien oder gar Grönland phantasiert. Wenn wir jetzt schweigen, berauben wir uns damit jeder nicht nur moralischen Argumentationslinie, wenn China Taiwan „heimholt“, oder Wladimir Putin die Ukraine „befreit“.
Vielmehr ist es notwendig, sich zu einer Stärkung des Völkerrechts und der Institutionen der gemeinsamen Sicherheit – insbesondere der UNO - zu bekennen, um als Menschheit den Hass und den Krieg endgültig zu verlernen:
- Mit der Festnahme Nicolas Maduros endet eine zwölfjährige Zeit in Venezuela, in der Millionen Menschen in die Armut rutschten bzw. fliehen mussten; Tausende wurden gefoltert. Der venezolanischen Bevölkerung ist in ihrem Land nun eine Entwicklung zu wünschen, in der die Gewaltfreiheit als Graswurzelbewegung wachsen kann.
- Europa muss lernen, von den USA eigenständige Positionen zu formulieren und mit ihnen als Mittelmacht zu bestehen.
- Die Weltgemeinschaft muss neue Prioritäten setzen und gegebenenfalls auch die Großmächte in die Pflicht nehmen: gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Dienst der Rettung unseres Planeten
Beschlossen durch den Vorstand von gewaltfrei grün e. V. am 05.01.2026
Die Stellungnahme hier zum Download
Aktivitäten
"Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
Das Durchführen von öffentlichen Veranstaltungen zur Förderung des aktiven grünen Pazifismus, durch gegenseitiges Kennenlernen, dem Verstehen unter den Kulturen und dem Abbau von Vorurteilen und Ängsten gegenüber dem Fremden im Sinne der Völkerverständigung, durch das Aufzeigen eigener, konkreter Verhaltens- und Einwirkungsmöglichkeiten insbesondere zu den Themen „Frieden“, „Internationales“, „Handel“, „Wirtschaft“, „Bildung“, „Forschung“, „Gleichberechtigung“, „Familie“, „Demokratie“ und „gesellschaftlicher Zusammenhalt“.
Die Teilnahme am öffentlichen Meinungsbildungsprozess (z.B. in Form von Presseerklärungen und sonstigen Stellungnahmen) und durch Öffentlichkeitsarbeit für aktiven grünen Pazifismus durch Dialog mit staatlichen Institutionen und Parteien;
Daneben kann der Satzungszweck auch verwirklicht werden durch:
Die Durchführung von Forschungsaktivitäten, z.B. im Hinblick auf die Dokumentation der Geschichte des aktiven grünen Pazifismus.
Finanzierung von und Teilnahme an Projekten, die aktiven grünen Pazifismus in der Entwicklungszusammenarbeit und im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz fördern wie z.B. Aufklärung über den weltweiten Zusammenhang von Umwelt und Entwicklung und Mitarbeit an der auch in den Industrieländern nötigen Entwicklung zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wie Fairer Handel, Stärkung lokaler Wertschöpfung und zivilgesellschaftlichen Engagements. Im Konkreten sollen bei dieser Arbeit Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung durch bewusstes eigenverantwortliches Handeln aufgezeigt werden."




Pazifismus, den wir brauchen
„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen,
oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“
John F. Kennedy