Wie arbeiten wir?

Resolution gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

gewaltfrei grün e.V. erklärt:

 

1. Jede Form von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Wir verurteilen sie uneingeschränkt und fordern umfassende Maßnahmen zu ihrer Verhinderung.

 

2. Die Versammlung bekundet ihre Solidarität mit allen Betroffenen von Gewalt und ruft insbesondere Männer dazu auf, sich aktiv gegen diese Gewalt zu positionieren und Verantwortung für ein respektvolles gesellschaftliches Miteinander zu übernehmen.

 

3. Die Anwesenden rufen dazu auf, gewaltfreie Beziehungen jeder Form und ein respektvolles Zusammenleben zu fördern und zu leben, insbesondere frühzeitig im pädagogischen und im Bildungs-Bereich.

 

4. gewaltfrei grün e.V. fordert die konsequente Stärkung und Weiterentwicklung des Gewaltschutzgesetzes. Gewalt hat viele Erscheinungsformen – körperliche, psychische, digitale und finanzielle. Die vollständige Umsetzung der IstanbulKonvention des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ist sicherzustellen und zu überprüfen.

 

5. Wir fordern ein wirksames Schutznetz für Betroffene, einschließlich eines digitalen Risikomanagements nach spanischem Vorbild, eines verbesserten Schutzes besonders verletzlicher Gruppen sowie verpflichtender Schulungen für Polizei und Justiz. Der Einsatz elektronischer Fußfesseln ist als Schutzmaßnahme auszubauen.

6. Die Versammlung fordert eine verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern und Schutzunterkünften.

 

7. Wir fordern gesetzliche Regelungen im Mietrecht, die es Betroffenen von Partnerschaftsgewalt erleichtern, aus gemeinsamen Mietverträgen auszusteigen, sie zu beenden oder die Wohnung alleine zu übernehmen.[1] 

 

8. Die Versammlung fordert die Einführung klarer strafrechtlicher Regelungen gegen Deepfakes, heimliche Bildaufnahmen und andere Formen digitaler Übergriffe.

 

9. Wir fordern verbindliche gesetzliche Pflichten für Betreiber digitaler Plattformen. Bei fortwährenden Verstößen müssen wirksame Sanktionen bis hin zur Abschaltung als letztem Mittel möglich sein.

 

10. Wir fordern eine Abkehr von Konfliktlösungen durch militärische Gewalt und eine Stärkung von Verteidigungsformen in der Ausbildung zur sozialen Verteidigung und des zivilen Widerstands (resiliente Gesellschaft).

 

11. Wir fordern außerdem eine 50% Frauenquote in Diplomatie und bei der Führung aller Sicherheitskräfte, wegen einer erwiesenen deeskalierenden Wirkung durch höhere Frauenanteile in entscheidender Position.


 

[1] https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/jumiko-beschlussvorlage-haeusliche-gewalt-mietvertrag-kuendigung-gallina )

Diese Erklärung wurde von der Jahresmitgliederversammlung von gewaltfrei grün e.V. am 11.04.2026 in Frankfurt/M mit überwältigender Mehrheit gebilligt. Die Verantwortung für den Text liegt beim Vereinsvorstand, der diese Endfassung am 24.04.2026 einstimmig beschlossen hat. Die vollständige Erklärung hier zum Download.

11
April
2026

Unsere Mitgliederversammlung 2026 in Frankfurt am Main

Eine Mitgliederversammlung eines Vereins ist eine dröge Angelegenheit möchte man meinen.
Genau diesem Eindruck möchten wir aber an diesem Wochenende entgegen treten. 😊

Nach drei Jahren manchmal gelungener, manchmal etwas zäher Überzeugungsarbeit in der Nähe der Grünen Partei zeigt es sich immer mehr, Politik für Gewaltfreiheit ist eine Notwendigkeit.
Derzeit stecken wir aber noch in dem Dilemma, immer wieder neu die Grenze des Möglichen ausloten zu müssen.

 

Dies zeigte sich auch auf der Mitgliederversammlung in der Jugendherberge Frankfurt bei unserem Tätigkeitsbericht, unserem Ausblick für zukünftige Planungen sowie beim Kassenbericht.

Unter Aktuelles findet ihr unsere Aktivitäten des letzten Jahres.

Wir haben auch eine Resolution zur "Gewalt an Frauen" auf den Weg gebracht, die demnächst veröffentlicht werden wird. Leider ist Gewalt an Frauen alltäglich. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, diesen Bereich der alltäglichen Gewalt anzusprechen und anzumahnen. 😥👠

Ist eine Welt ohne Kriege und Klimakrise in Zukunft möglich?
Diese Frage unserer Podiumsdiskussion konnten wir nicht abschließend klären. Es wird ganz sicher aber nur mit Visionen und Träumen möglich sein. Da waren sich alle drei Podiumsteilnehmer:innen einig.

Heike Seidel-Hoffmann von christiansforfuture sagte, der Mensch muss den Frieden immer wieder üben. Letztendlich steht gewaltfreie Politik ja schon ganz am Anfang des Christentums.

Für Wolfgang Strengmann-Kuhn steht fest, dass wir alle Möglichkeiten haben, die Klimakrise zu bekämpfen, wir bekämpfen uns aber lieber gegenseitig.

"Die Erderwärmung ist weit fortgeschritten. Es ist notwendig, sich anzupassen, die Klimakrise zu bewältigen und gegenzusteuern. Daran hindert uns aber das derzeitige Wirtschaftssystem", so Gernot Lennert von der dfgvk, Landesverband Hessen.

Für uns steht fest: es ist möglich, die Welt jeden Tag etwas gewaltärmer zu machen - mit dem passenden Design und einem starken Bekenntnis zur Demokratie. ☀️

 

Ein Video der Podiumsdiskussion ist hier nachschaubar.

4. Jahrestag Ukrainekrieg

Friedensglobus auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew.

Foto: Matt Shalvatis, IPPNW

24. Februar 2026

Heute ist ein Tag der Trauer.

Viel zuviel Gewalt ist schon geschehen, seit Russland vor 4 Jahren mit der Vollinvasion in die Ukraine begonnen hat.

Es braucht nun einen Strategiewechsel seitens der EU.

Wir als Vorstand von gewaltfrei grün e. V. haben uns daher entschieden, uns der PM der IPPNW anzuschließen.

https://www.ippnw.de/presse/artikel/de/4-jahrestag-ukrainekrieg.html 

Bundesregierung soll Friedensverhandlungen konstruktiv begleiten

Yuri Sheliazhenko, Kriegsdienstverweigerer und Menschenrechtsverteidigen unter unmittelbarer Bedrohung
 

gewaltfrei grün e.V. schließt sich als unterstützende Organisation  der Pressemitteilung zum Fall Yurii Sheliazhenko an.

Die Pressemitteilung zum Download hier.

Abrüstung JETZT!

Warum es keine vertretbare Alternative hierzu gibt.

“Das Bild einer Großstadtsilhouette, linke Hälfte intakt in grüner Landschaft, rechte Hälfte zerstörte Gebäude, Brand, Rauchentwicklung”, © Karl-W. Koch, erstellt mit Firefly/Adobe

Autorenpapier von Karl W. Koch, Klaus Moegling und Bernhard Trautvetter (17.1.2026)


Die Forderung nach einer international abgestimmten Abrüstung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch. Jedoch zeigt der Beitrag, dass es keine Alternative hierzu gibt. Entweder die Staaten und die globalen Institutionen entscheiden sich, das militärische Eskalationspotenzial in gemeinsamer Anstrengung zurückzufahren, oder wir gehen in eine negative, disruptive Zukunft. Doch was kann die Mächtigen und Herrschenden motivieren, sich in ihrem Expansionsdrang einzuschränken und den Aufrüstungskurs und das militante und aggressive Vorgehen zu beenden?

mehr: https://u-g-l.de/abruestung-jetzt/

Erstunterzeichner*innen

Prof. Karl Hans Bläsius, Dr. Theo Ziegler, Christoph von Lieven, Dr. Elke Koller, Nicole Lauterwald (gewaltfrei-grün), Simon Lissner, Thomas Schmidt, Klemens Griesehop

Stellungnahme zum völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Venezuela

„Alle Mitglieder enthalten sich in ihren internationalen Beziehungen der Drohung mit Gewalt oder der Gewaltanwendung, die gegen die territoriale Unversehrtheit irgendeines Staates gerichtet oder sonst mit den Zielen den Vereinten Nationen unvereinbar ist.“ UN-Charta, Art. 2.4.


Die USA haben am 3. Januar 2026 um 2.00 Uhr Ortszeit die venezolanische Hauptstadt Caracas angegriffen und den Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau außer Landes gebracht. Maduro soll in den USA vor Gericht gestellt werden. Dabei kamen nicht nur Soldaten, sondern auch zahlreiche Zivilist:innen ums Leben.


Der Vorstand von gewaltfrei grün e. V. ist über dieses Geschehen entsetzt und verurteilt dieses Vorgehen der US-Regierung ausdrücklich, die mit diesem Verstoß gegen Artikel 2 der UN-Charta massiv das internationale Völkerrecht verletzt. 

 

Im öffentlichen Engagement unseres Vereins setzen wir uns von ganzem Herzen für die Deeskalation von Konflikten, die Berücksichtigung von Bedrohungswahrnehmungen aller Beteiligter und ein internationales Gewaltmonopol ein.

Die Aushebelung des Völkerrechts durch das Recht des Stärkeren bzw. durch die sich anbahnende Schaffung dreier Sphären/Interessensgebiete – der USA, Chinas und Russlands – kann keine gesunde Entwicklung für unsere Welt sein.

Wir dürfen als europäische Staatengemeinschaft nicht widerstandslos zusehen, wenn Donald Trump einen missliebigen Diktator absetzt und im gleichen Atemzug von weiteren Zielen, wie Kuba, Kolumbien oder gar Grönland phantasiert. Wenn wir jetzt schweigen, berauben wir uns damit jeder nicht nur moralischen Argumentationslinie, wenn China Taiwan „heimholt“, oder Wladimir Putin die Ukraine „befreit“.
Vielmehr ist es notwendig, sich zu einer Stärkung des Völkerrechts und der Institutionen der gemeinsamen Sicherheit – insbesondere der UNO - zu bekennen, um als Menschheit den Hass und den Krieg endgültig zu verlernen:

  • Mit der Festnahme Nicolas Maduros endet eine zwölfjährige Zeit in Venezuela, in der Millionen Menschen in die Armut rutschten bzw. fliehen mussten; Tausende wurden gefoltert. Der venezolanischen Bevölkerung ist in ihrem Land nun eine Entwicklung zu wünschen, in der die Gewaltfreiheit als Graswurzelbewegung wachsen kann.
  • Europa muss lernen, von den USA eigenständige Positionen zu formulieren und mit ihnen als Mittelmacht zu bestehen.
  • Die Weltgemeinschaft muss neue Prioritäten setzen und gegebenenfalls auch die Großmächte in die Pflicht nehmen: gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit auf Augenhöhe im Dienst der Rettung unseres Planeten 

Beschlossen durch den Vorstand von gewaltfrei grün e. V. am 05.01.2026

 

Die Stellungnahme hier zum Download

Aktivitäten

"Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch: 

Das Durchführen von öffentlichen Veranstaltungen zur Förderung des aktiven grünen Pazifismus, durch gegenseitiges Kennenlernen, dem Verstehen unter den Kulturen und dem Abbau von Vorurteilen und Ängsten gegenüber dem Fremden im Sinne der Völkerverständigung, durch das Aufzeigen eigener, konkreter Verhaltens- und Einwirkungsmöglichkeiten insbesondere zu den Themen „Frieden“, „Internationales“, „Handel“, „Wirtschaft“, „Bildung“, „Forschung“, „Gleichberechtigung“, „Familie“, „Demokratie“ und „gesellschaftlicher Zusammenhalt“.

Die Teilnahme am öffentlichen Meinungsbildungsprozess (z.B. in Form von Presseerklärungen und sonstigen Stellungnahmen) und durch Öffentlichkeitsarbeit für aktiven grünen Pazifismus durch Dialog mit staatlichen Institutionen und Parteien; 

Daneben kann der Satzungszweck auch verwirklicht werden durch: 

Die Durchführung von Forschungsaktivitäten, z.B. im Hinblick auf die Dokumentation der Geschichte des aktiven grünen Pazifismus. 

Finanzierung von und Teilnahme an Projekten, die aktiven grünen Pazifismus in der Entwicklungszusammenarbeit und im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz fördern wie z.B. Aufklärung über den weltweiten Zusammenhang von Umwelt und Entwicklung und Mitarbeit an der auch in den Industrieländern nötigen Entwicklung zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wie Fairer Handel, Stärkung lokaler Wertschöpfung und zivilgesellschaftlichen Engagements. Im Konkreten sollen bei dieser Arbeit Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung durch bewusstes eigenverantwortliches Handeln aufgezeigt werden."
 

Pazifismus, den wir brauchen

„Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen,
oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“

John F. Kennedy

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